Hanfthal, das Hanfdorf
In Hanfthal wurde bereits seit der Dorfgründung vor etwa
900 Jahren Hanf angebaut. Dies wird auch in einer Urkunde aus
dem Jahre 1356 dokumentiert, als das Dorf noch Haniftal genannt
wurde. Die schriftliche Erstnennung findet man etwa zweihundert
Jahre nach der vermutlichen Gründung.
Der Ortsname ist durchaus plausibel, denn Hanf war im Mittelalter
eine vielfach und sicher auch bei uns genutzte Kulturpflanze.
Es ist anzunehmen, dass im flachen Teich in der Ortsmitte Hanf
zur Vorbereitung für die Fasergewinnung eingeweicht wurde,
und so der Ort zu seinem Namen gekommen ist.
Seit der Vorbereitung zur 850-Jahr-Feier im Jahre 1999 besann
man sich wieder dieser interessanten Pflanze, die völlig
zu Unrecht als Drogenhanf für negative Schlagzeilen sorgt.
Die Bauern begannen im Jahre 2004 großflächig Lebensmittel-
bzw. Faserhanf, botanisch Cannabis sativa, anzubauen und zählen
heuer zu den wesentlichsten Hanfkornlieferanten im Land. Der
Hanferlebnispfad
informiert über diese faszinierende Pflanze.
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