HANFTHAL - DAS RUNDANGERDORF

Der unverbaute Rundanger gilt als die bedeutendste Siedlungsform dieser Art in Österreich.
Früher befand sich in der Mitte des Angers der Dorfteich, der 1862 zugeschüttet wurde und in Gärten für die Anrainer aufgeteilt wurde. Am heutigen Rundanger befindet sich die Sportanlage mit einem großen Abenteuerkinderspielplatz.

Der Namensgebenden Hanfpflanze ist ein Museum direkt am Rundanger gewidmet.
Dem Rundanger "hintaus" folgend gelangt man in die revitalisierte Kellergasse, wo idyllische Presshäuser und lauschige Plätze zum Verweilen einladen.

Vor der Kirche erstreckt sich der neu angelegte Dorfplatz mit dem Dorf- und Vereinsbrunnen, der Schule, dem Pfarrhaus, dem Marienpark und dem neu erbauten Feuerwehrhaus, der den Dorfsaal beherbergt.

HANFTHAL - DAS HANFDORF

In Hanfthal wurde bereits seit der Dorfgründung vor etwa 900 Jahren Hanf angebaut. Dies wird auch in einer Urkunde aus dem Jahre 1356 dokumentiert, als das Dorf noch Haniftal genannt wurde. Die schriftliche Erstnennung findet man etwa zweihundert Jahre nach der vermutlichen Gründung.

Der Ortsname ist durchaus plausibel, denn Hanf war im Mittelalter eine vielfach und sicher auch bei uns genutzte Kulturpflanze. Es ist anzunehmen, dass im flachen Teich in der Ortsmitte Hanf zur Vorbereitung für die Fasergewinnung eingeweicht wurde, und so der Ort zu seinem Namen gekommen ist.

Seit der Vorbereitung zur 850-Jahr-Feier im Jahre 1999 besann man sich wieder dieser interessanten Pflanze, die völlig zu Unrecht als Drogenhanf für negative Schlagzeilen sorgt. Die Bauern begannen im Jahre 2004 großflächig Lebensmittel- bzw. Faserhanf, botanisch Cannabis sativa, anzubauen und zählen heuer zu den wesentlichsten Hanfkornlieferanten im Land. Der Hanferlebnispfad informiert über diese faszinierende Pflanze.

HANFTHAL- DAS BLUMENDORF

Dem Einsatz der Bevölkerung ist es zu verdanken, dass Hanfthal 2004 erstmals und 2010 nochmals zum Landessieger der Aktion "Blühendes Niederösterreich" gekürt wurde.
Hanfthal erhielt die Auszeichnung "Schönstes blumengeschmücktes Dorf im Weinviertel".

Hanfthal ist auch Silbermedaillengewinner beim europäischen Wettbewerb Entente Florale Europe 2008 und wurde 2007 Schönstes Blumendorf Österreichs.

Schon bei der Einfahrt von Hanfthal fallen den Besuchern die schön gepflegten Plätze und blumengeschmückten Häuser auf. Riesige Weidenkörbe mit Blumen bepflanzt, Steingärten und Blumenrabatte machen den Ort lebens- und liebenswert.
Am Feuchtbiotop "Gstetten Graben" wurde ein Kinderspielplatz und ein allseits beliebter Naschgarten angelegt.
Schon 1970 wurde Hanfthal in Baden die Goldene Rose als schönstes Blumendorf Niederösterreichs überreicht.